Wohnen für alle statt maximale Rendite

Zwar wurde in den letzten zehn Jahren viel gebaut, aber zu wenig davon auch für mittlere und untere Einkommen bezahlbar. In der neu entwickelten Bahnstadt hat die Stadtspitze die Rahmenbedingungen so gesetzt, dass vor allem Großinvestoren zum Zuge kamen – die Folge: viel zu hohe Mieten. In der größten verbleibenden Heidelberger Entwicklungsfläche, dem Patrick-Henry-Village, auf dem vor 10 Jahren noch über 7000 US-Amerikaner lebten, wollte der Amtsinhaber vor wenigen Jahren gar große Teile an eine private Firma verkaufen. Heidelberg muss aber eine Stadt sein, in der auch Menschen mit normalem Einkommen, Menschen in Studium oder Ausbildung und Familien bezahlbare Wohnungen finden. Statt an Großinvestoren zu verkaufen, muss die Stadt deshalb den Zugriff auf den Boden behalten. Bei der Entwicklung neuer Wohngebiete setze ich auf gemeinwohlorientierte Partner wie GGH, Baugenossenschaften und bürgerschaftliche Baugruppen. Hier ist Luft nach oben: pro Kopf besitzt die kommunale Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft GBG 40% mehr Wohnungen als die Heidelberger GGH. Der bisherige Masterplan PHV muss sozial orientiert überarbeitet werden. Inklusive einer klaren zeitlichen Perspektiven, wann in den Bestandsgebäuden als Pioniernutzung Wohnungen – insbesondere für Studierende, Auszubildende und Beschäftigte – entstehen können.

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