Ladenliebe

Idee #19 Der inhabergeführte Einzelhandel trägt zur Unverwechselbarkeit der Heidelberger Innenstadt bei und muss dringend erhalten bleiben. Er hat es aber immer schwerer, sich gegen überregionale Ketten und Fastfood-Tourismus zu behaupten. Damit gerade die Altstadt ihren besonderen Charakter erhalten kann, müssen wir den Fokus auf die Nebengassen und Verbindungswege abseits der Hauptstraße richten und Inhaber*innen durch die Wirtschaftsförderung unbürokratisch unterstützen.

Leider stehen aktuell viele, viele Läden in der Altstadt und anderen Stadtteilen leer – hier braucht es ein Konzept, das es Menschen mit klugen Geschäftsideen möglichst leicht macht! Die Stadt kann hier zum Beispiel durch Anmietung und vergünstigte Weitervergabe mithelfen, wieder mehr inhabergeführte Geschäfte in die Stadt zu bringen.

Ein besonders gelungenes Beispiel für Ladenliebe in der Heidelberger Altstadt ist die Märzgasse – in einer spannenden Mischung aus lokaler Gastronomie und kleinen Geschäften ist hier ein echtes Kleinod entstanden, das Vorbildcharakter für andere Altstadtgassen haben kann. Ich werde weitere Bereiche mit einem solchen Potential identifizieren, die Entwicklung an diese Orten gezielt fördern und so ein Geflecht von Plätzen schaffen, an denen vor allem Heidelberger*innen selbst ihre Altstadt genießen können.

Dabei braucht es auch eine Lösung für den Zulieferverkehr, die einerseits die Versorgung der Läden sicherstellt, aber gleichzeitg die Aufenthaltsqualität nicht durch zu viele große LKWs in den Seitenstraßen beeinträchtigt. Ich setze dabei auf ein City-Logistik-System, das gerade die letzten 100 Meter zum Geschäft ohne Schwerlastverkehr regelt und dafür z.B. Lastenräder und perspektivisch auch autonom fahrende Kleintransporter einsetzt.

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